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Zielscheibe Baum

Viele Internetseiten fordern heutzutage auf die eine oder andere Weise dazu auf aufzuwachen. Es geht um soziale Benachteiligung, Ausbeutung, Protest gegen Ungerechtigkeit oder Krieg, um Arbeitslosigkeit oder Menschenrechte.
All das ist wichtig; es ist gut, daß es Menschen gibt, die sich für Gerechtigkeit, Frieden und soziales Gleichgewicht engagieren. Dagegen mag das Thema dieser Homepage eher nebensächlich erscheinen - es geht "einfach nur" um Wald und Bäume. In Zeiten, wo Menschen buchstäblich um ihr tägliches Überleben in einer Gesellschaft kämpfen, in der monetäre Interessen immer im Vordergrund stehen, gerät unsere natürliche Umwelt außer Blick und erscheint weniger wichtig. Doch ist nicht nur unser eigenes Leben zur Zielscheibe geworden für profitable Ausbeutung und Vernutzung, sondern auch Lebewesen, die den Menschen seit Jahrzehntausenden als treue Freunde und Begleiter zur Seite gestanden haben und stehen: Tiere, Pflanzen, Bäume. Die Liste der aussterbenden Tierarten ist rasant angewachsen und selbst der einfache alte Baum in der Nachbarschaft, den man täglich wie einen alten Freund begrüßt hat, ist zur Zielscheibe geworden.

Zielscheibe Baum

Egal wie imposant

rücksichtslos wird umgehauen was das Zeug hält

So wie wir mit Bäumen umgehen, so gehen wir mit der gesamten natürlichen Umwelt um. Bäume werden nicht mehr geschützt, gehegt und gepflegt - sie werden gekappt, beschnitten, gestutzt, abgeholzt, verkauft, verarbeitet, verbrannt ...
Ein Baumleben kann sehr lang sein, viel länger als das eines Menschen. Aber zunehmend sterben die alten Bäume aus. Sie sind unwirtschaftlich, für Forsttechnik unhandlich, überflüssig, unsicher für den Autoverkehr, ihr herunterfallendes Laub stört, ihr Schatten auch - sie scheinen ohne Nutzen und ohne Zweck zu sein und vielen Menschen fällt nicht auf, daß an der Stelle, wo früher ein großer stattlicher Baum stand, nun nur noch eine Lücke, ein leerer Fleck ist.

aufwachen.net möchte gern zeigen, was wir verlieren - jetzt und in Zukunft. Hier sehen Sie die ungeschönte Realität, die Empfindungslosigkeit und Gleichgültigkeit der Menschen, von Behörden, Entscheidern, Forstbeamten, "Baumpflegern" - Leuten, die als Experten gelten und doch diesen Namen nicht verdienen. Weil Sie etwas ganz Einfaches vergessen haben: die Liebe zu etwas Lebendigem, zu etwas, das seinen Wert auch ohne unser Maß, unseren Preis, unser Urteil und unseren Nutzen hat.
Inhalte, Fotos und Informationen konzentrieren sich dabei auf die Region Jena - Saale-Holzland-Kreis.
Zuschriften von ähnlichen Initiativen und andere Recherchen haben jedoch gezeigt, daß die Probleme überall die selben sind.

Jeder kann etwas tun ...

Saale-ABHolzland?

Jedem ist es schon so gegangen. Man freut sich auf einen schönen Spaziergang, auf einen Fleck liebgewonnener Natur, auf Entspannung, vielleicht sogar etwas Romantik - und dann das ... zerschroteter Wald, zerfahrene und zerstörte Wege, abgeholzte Flächen, weggeschnittene Hecken, bereinigte Natur, krankhafter Ordnungs-, Vernutzungs- und Beschneidungswahn, der wieder mal brutal zugeschlagen hat.
Und da steht man dann, mit zugeschnürtem Hals, voll Ärger und heiligem Zorn.
Doch der Ärger ist das eine. Wird er die um sich greifende Gleichgültigkeit ändern? Wahrscheinlich nicht. Aber jeder kann selbst etwas tun. Jeder kann ausschlafen und aufwachen. Jeder kann seine Meinung zur Naturzerstörung und Abholzung kundtun: hier auf dieser Homepage, in Zeitungen und anderen Medien, in Protestschreiben, bei Ämtern und Behörden, Politikern, Parteien und Wahlkandidaten, Arbeitskollegen und Freunden.
Viele Menschen, die auf die eine oder andere Weise für Natur und Umwelt aktiv geworden sind, machen die Erfahrung, daß sie regelrecht gegen Wände rennen. Mit der Zeit kann so eine Verbitterung entstehen, die von weiterem Handeln abhält. Doch vergessen Sie niemals, daß es niemanden Wichtigeres gibt als Sie, ja Sie persönlich! Denn wenn Sie nicht Ihre freie Meinung zu den Dingen äußern, wird es vielleicht bald niemand mehr tun.

Ich wünsche Ihnen ...

... einen nachdenklichen und aufrüttelnden Besuch auf dieser Seite und lassen Sie sich inspirieren einfach mehr wahrzunehmen: das Schöne und Schützenswerte genauso wie das Bedauerliche und Traurige ...
Mögen wir endlich begreifen, daß wir selbst immer noch Teil der Natur sind und ohne unsere natürliche Umwelt, so ursprünglich wie möglich, nur ärmliche selbstbezogene und egoistische Kreaturen.

Es wird dieser Tage viel über globale Umweltprobleme geredet: über die Abholzung des Regenwalds, die globale Klimakatastrophe, Wetterveränderungen und Meeresbiologie. Aber in Wirklichkeit fängt alles ganz klein an, hier bei uns vor Ort, in der Region, da wo wir leben, wo unsere Wurzeln liegen ... wo wir immer noch viel verändern können, wenn wir es nur wollen.


Letzte Änderung: Samstag, 28. Juni 2008 um 17:47:11 Uhr.

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